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Review of the Germany Presentations

Influence of AA balancing on typical German rations and economics
Dr. Angela Schröder, Kemin Deutschland GmbH

The concept of amino acid balance of dairy cattle is more and more accepted in the USA and Europe in order to ensure an efficient use of the dietary protein thereby optimizing milk yield and milk components in particular protein, fat and casein. Moreover positive effects on metabolic disorders, udder health, and reproduction contributing to a more profitable feeding strategy. This has been validated impressively by several field trials carried out in seven different European countries (France, UK, Ireland, Germany, Belgium, Denmark and Hungary) on 84 farms with 5600 cows under a broad range of circumstances, conditions, and rations.
In US, France and UK amino acid evaluation systems are already existing and in use, in the Netherlands, Belgium and Denmark the extension of the systems is developing or applicable, whereas in Germany no official recommendation to balance rations for AA is available and is not expected in the upcoming years. So far deeply committed advisors from the herds management, feed industry or veterinarian office are orienting oneselves by existing systems from the US, Netherlands or France. In order to make the knowledge of the ideal balance of AA applicable in Germany as well, Kemin and Adisseo together with Dr. Rulquin (INRA, France), who is the “father” of the French System, modulated a practical proposal based on the nXP System enclosing the parameters nXMet and nXLys.

Three “German rations” as recommended by the DLG  and two others successfully fed in high yielding herds are calculated in order to exemplify this adjusted nXP System. It is obvious, that the German cow has as well a requirement for protected methionin. German rations can now be formulated for AA balance to enhance protein efficiency thereby increasing milk yield, milk components, and other “hidden” benefits like health and reproduction which contributes all together to a better profitability.

 

New trends in dairy cow rations
Dr. Katrin Mahlkow-Nerge, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Because of global shortage of renewable material world market prices for food and feed are increasing further on. Therefore home grown forage gains in importance again. The shorter and the more expensive the concentrates the more profitable an improvement of management of silage making and forage quality will be. - By-products of bioenergy production and food processing will become more important for cattle nutrition, however taking always the requirements of the animals into account.- Palatable rumen protected fats can deliver energy additionally and  have the potential to increase performance.

The use of local feedstuffs as rape seed will increase further more but can not meet full requirements of the animals especially protein. - „Functional Food“, which means food that claimed to have a health-promoting and/or disease-preventing property beyond the basic nutritional function of supplying nutrients, like CLA and Omega-3-fatty acids, attracts more and more notice of the consumers.- Casein is the predominant protein that accounts for about 80% of proteins in milk of ruminants, but is variable depending on breed and feeding strategy, i.e. amino acids. Taking into account the shortage of protein resources a balanced supply of amino acids is of importance in order to spare protein and to reduce nitrogen losses.- At least the shortage of resources implies the necessity to use all renewable material most efficiently. The dairy cow farmer has to inhibit feed spoilage, to think about physiological improvement of performance, to feed according requirements, to spare protein, to reduce the growing period of raising cattle and to ensure a longer useful life of the animals.

 

Einfluss der Balance von Aminosäuren auf typisch deutsche Rationen und auf die Wirtschaftlichkeit
Dr. Angela Schröder, Kemin Deutschland GmbH

Das Konzept einer balancierten Aminosäurenversorgung von Michkühen wird in den USA und Europa zunehmend angewendet um eine effizientere Nutzung des Futterproteins zu gewährleisten. Dadurch werden Milchleistung sowie Quantität und Qualität der Milchinhaltsstoffe optimiert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche  positive Sekundäreffekte z. B. auf Stoffwechselerkrankungen, Eutergesundheit und Fruchtbarkeit. Umfangreiche Feldversuche, die 2005/2006 in sieben verschiedenen europäischen Ländern (Frankreich, Großbritannien, Ireland, Deutschland, Belgien, Dänemark, Ungarn) auf 84 Milchviehbetrieben mit insgesamt 5600 Kühen durchgeführt wurden, belegen diese Effekte bei einer großen Vielfalt an Rationen eindrucksvoll.

Während in den USA, Frankreich und in Großbritannien inzwischen etablierte Systeme zur Aminosäurenbewertung und -versorgung zur Verfügung stehen und in den Niederlanden, Belgien und Dänemark eine Anpassung der Systeme erfolgt bzw. schon vollzogen ist, steht in Deutschland derzeit noch kein offizielles Aminosäuren¬bewertungs¬system für Milchkühe zur Verfügung und ist auch in den kommenden Jahren nicht zu erwarten. Engagierte Fütterungsberater, sei es aus der Futtermittelindustrie, der Tierarztpraxis oder aus der Herdenmanagement¬beratung orientieren sich daher bislang an vorhandenen Systemen aus den USA, den Niederlanden oder Frankreich. Um die Erkennt¬nisse zur Aminosäuren- und Proteinversorgung auch in Deutschland künftig besser nutzen zu können, wurde von Kemin und Adisseo zusammen mit Dr. Rulquin (INRA, Frankreich), dem „Vater“ des französischen Systems, eine Anpassung des deutschen Systems erarbeitet, das auch die Kenngrößen nXMet und nXLys enthält. Beispielhaft wird dieses erweiterte nXP-System an drei Rationen der DLG und an zwei weiteren Rationen, die in Hochleistungsherden in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden, vorgestellt. Es zeigt sich deutlich, dass auch die deutsche Kuh einen Bedarf an geschütztem Methionin hat. Die Aminosäuren in den Rationen werden dadurch ausbalanciert und das Protein kann effizienter genutzt werden, was durch viel¬fältige Effekte zu einem deutlichen wirtschaftlichen Nutzen führt.

 

Neue Trends in der Milchkuhfütterung
Dr. Katrin Mahlkow-Nerge, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Die Weltmarktpreise für Agrarrohstoffe und somit auch für Lebens- und Futtermittel steigen weiterhin an, da Agrarrohstoffe allgemein knapp werden. Das wirtschaftseigene Grobfutter nimmt deshalb wieder deutlich an Bedeutung zu. Das bedeutet, dass grundsätzlich qualitative Verbesserungen des Grobfutters, der Futterernte und des Siliermanagements wieder rentabler werden, je knapper und damit teurer das Kraftfutter ist. - Nebenprodukte aus der Bioenergiegewinnung und der Lebensmittelverarbeitung werden in der Rinderfütterung bedeutsamer, wobei die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse der Tiere immer im Vordergrund stehen müssen.- Der Einsatz einheimischer Futtermittel wie z.B. Raps wird weiter zunehmen, kann aber letztlich den kompletten Bedarf der Tiere gerade nach Eiweiß nicht decken. – Pansengeschützte Fette können die Energieversorgung pansenfreundlich sicherstellen und zeigen positive Effekte auf die Leistung.- „Functional Food“, also Nahrungsmittel, die mit zusätzlichen Inhaltsstoffen, wie z.B. CLA und Omega-3-Fettsäuren, angereichert werden und einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben sollen, rücken ebenfalls stärker ins Bewusstsein der Verbraucher.- Auch Casein als wichtigste Eiweißart der Milch der Wiederkäuer und als Hauptbestandteil von Quark und Käse rückt gerade bei der Käseherstellung stärker denn je ins Blickfeld, ist doch die Ausbeute an Käse aus der Milch maßgeblich vom Caseingehalt dieser abhängig. - In diesem Zusammenhang sowie auch vor dem Hintergrund knapper Eiweißfuttermittelressourcen und der damit verbundenen begrenzten Eiweißversorgung und dem Zwang, Stickstoffverluste zu reduzieren, wird ein gezielter Einsatz von Aminosäuren bedeutungsvoll. Weitere Futtersupplementierungen wie der Einsatz von Lebendhefen, Vitaminen (Niacin, Cholin, Biotin) oder L-Carnitin werden zukünftig noch intensiver als in der Vergangenheit beforscht, um bei einer weiteren Milchleistungssteigerung und der damit verbundenen noch höheren Stoffwechselintensität der Kühe die Tier-, insbesondere Stoffwechselgesundheit zu fördern, stabilisieren und letztlich verbessern sowie auch die Nährstoffeffizienz zu erhöhen.

Letztlich bedeutet die Ressourcenknappheit für alle den Zwang nach bestmöglicher Rohstoffausnutzung. Für Milchkuhhalter bedeutet das: Futterverderbsverhinderung, physiologisch sinnvolle Leistungssteigerungen, bedarfsgerechte Fütterung, Einsparen von Protein, Reduzierung der Jungrinderaufzuchtdauer und längere Nutzung der Tiere.